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Konfliktlösung

Autor: Sigrid Saxen
www.sigrid-saxen.de

Außergerichtliche, einvernehmliche Lösung von Streit
im privaten Bereich (Familie, Nachbarschaft),
im Beruf (unter Angestellten, zwischen Firmen),
in der Öffentlichkeit (mit Verwaltungen, Vereinigungen)


Konfliktlösung

In der professionellen Konfliktlösung auf freiberuflicher Basis wird, bildlich gesprochen, der Knoten nicht per Gerichtshammer durchschlagen, sondern im Tempo des eigenen Wachstums und Einverständnisses nach und nach gelöst. Am Ende hält keine der beiden Parteien ein 'kürzeres Ende' in der Hand.

Warum ist dies ein Heilverfahren?

Die Lösung von Konflikten befreit von seelischem Druck, ist also heilsam. Psychosomatische Beschwerden wie Bluthochdruck und Schlaflosigkeit, ganz zu schweigen von schwerwiegenderen Erkrankungen, finden ein Ende. Und es gibt in unserer Art der Konfliktlösung nicht Gewinner und Verlierer wie vor Gericht, sondern die Einigung geschieht in Ruhe und basiert auf Einsicht. In einer verfahrenen Situation ohne Hilfe von außen ist das sonst kaum möglich.

Denn oftmals gibt bei der Entstehung von Konflikten ein Wort das andere, und man steigert sich schneller in ein Problem hinein, als es beide Seiten eigentlich wollen. Doch wenn es den Betroffenen bewusst wird, ist es schon zu spät, um einzulenken, ohne dabei sein 'Gesicht' zu verlieren. So wird kräftig weiter gestritten, bis einer Seite ein Schaden entsteht und diese entweder vor Gericht ziehen muß oder zeitlebens unter dem Ungleichgewicht leidet.


Unsere Aufgabe

Bei der professionellen Konfliktlösung kommt eine dritte 'Partei', eine geschulte Person, hinzu und vermittelt zwischen den 'Konfliktparteien', indem sie für beide gleichberechtigt da ist und die Streitenden wieder miteinander ins Gespräch bringt. Sie achtet auf einen sachlichen Umgangston und fördert eine individuelle und menschliche Lösung. Speziell die Mediation (nach lateinisch medium = Mitte) als außergerichtliche Konfliktlösung ist ein bewährtes Verfahren mit einem bestimmten Aufbau, der den Streitenden zu einer Lösung verhilft.

Voraussetzungen

Einverständnis von Anfang an und Zufriedenheit beider Seiten im Verlauf und am Ende stehen im Vordergrund. Voraussetzung im Unterschied zum Gerichtsverfahren ist daher, daß beide Parteien freiwillig teilnehmen. Nur wenn beide Parteien gewillt sind, eine friedliche Lösung zu finden, hat es Sinn, sich an einen Tisch zu setzen.

Der Verlauf

Was in der Vergangenheit getan oder unterlassen wurde, kann man nicht mehr ändern. Wichtig ist es nun, einen Weg zu finden, wie beide Parteien zufrieden miteinander oder auch nebeneinander weiterleben können.

Achtung und Respekt dem anderen Menschen gegenüber und auch das Hineinversetzen in das Gegenüber sind wichtig, um zu einer gemeinsamen Lösung zu finden. Gegenseitiges Verstehen ist sehr förderlich, und die freiberufliche Konfliktlösung gibt den Raum dafür.

Sei es ein Nachbar oder Arbeitskollege oder eine andere Person, eine Firma oder ein Verein - letztendlich steckt immer ein Mensch dahinter. Kommunikation ist der Schlüssel zur Lösung. Nur wenn ich weiß, was in dem anderen vorgeht, warum er sich so verhält, was ihn zu seinen Aussagen und Handlungen bringt, kann ich sie nachvollziehen und möglicherweise akzeptieren.


Kosten

Die Kostenübernahme braucht nicht zu gleichen Teilen zu erfolgen, sondern auch in diesem Punkt wird eine Einigung erzielt. Bei den Kosten schneidet die freiberufliche Konfliktlösung deutlich günstiger ab als das Gerichtsverfahren, denn es steht nicht der ganze Gerichtsapparat dahinter. Zu beachten ist allerdings, daß es am Ende nicht einen Verlierer gibt, der alle Kosten trägt, sondern beide Seiten teilen sich die Kosten (oder die Firma trägt die Kosten für ihre Angestellten). Dafür profitieren aber auch beide Seiten von der gefundenen Lösung. Beide gewinnen Lebensqualität und können einander wieder in die Augen sehen.

Nachwirkung

Durch die Konfliktlösung lernen wir fürs Leben:
eine sachliche, wertschätzende Ausdrucksweise, sich in andere hineinzuversetzen, und daß es ungeahnte Lösungen geben kann.

Mit dieser Erfahrung wird es leichter möglich, Meinungsverschiedenheiten zukünftig selbst zu lösen. So wächst eine Kultur des Miteinanders, wie sie früher bestand, als man sich noch mehr füreinander interessierte und miteinander sprach.


Ausbildung speziell in Mediation

Seit dem Jahr 1990 wird die freiberufliche strukturierte Konfliktlösung in Deutschland unter der Bezeichnung Mediation unterrichtet, ursprünglich zur Entlastung der Gerichte. So können sich RechtsanwältInnen nach 40 Unterrichtsstunden MediatorInnen nennen, und NichtjuristInnen drücken auch nach psychologischer oder sozialer Vorbildung ein bis zwei Jahre lang mindestens für 250 Stunden die 'Schulbank'. Noch ist die Berufsbezeichnung aber nicht geschützt, so daß die Berufsausübung auch ohne Zertifikat erlaubt ist. Achten Sie darauf, wessen Dienste Sie in Anspruch nehmen, denn die Vorbildung nimmt Einfluß auf die Konfliktlösung. So wird erzählt, daß Vermittlungen durch NichtjuristInnen zu kreativeren Lösungen kommen, weil die Gewohnheit des Paragraphendenkens fehlt. Und schließlich ist die Zufriedenheit beider Seiten das Wichtige.


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