
Burnout-Beratung
Autor: Johanna Schüler
Was geschieht da? Sind die Menschen heute empfindsamer geworden und weniger belastbar als früher? Ist die Arbeitswelt belastender geworden und damit gesundheitsgefährdend? Gibt es so viele Erkrankungen unter diesem Namen, nur weil wir heute einen Begriff dafür haben, den es früher nicht gab? Oder sind die Ärzte einfach sensibilisierter für diese Problematik?
Aber auch die Persönlichkeitsstruktur scheint eine gravierende Rolle zu spielen: So trifft es häufiger sensible und feinfühlige Menschen, Menschen die eine hohe Erwartungshaltung an sich selbst und ihre Arbeit haben und solche, die mit einem hohen Engagement an die Arbeit herangehen.
Das macht es sowohl für Mediziner als auch für Betroffene schwer: Die Ärzte wissen nicht, wo sie für eine Heilung ansetzen sollen und die Erkrankten tappen im Dunkeln, wenn sie nach verbindlichen Erklärungen und Lösungen fragen.
Fest steht lediglich, dass eine Burnout-Erkrankung die Betroffenen einem immensen Leidensdruck aussetzt und dass die Symptome unbeantwortet, bzw. unbehandelt, in chronische körperliche Erkrankungen führen können.
Quälend wirken sich zum Beispiel körperliche Probleme wie anhaltende Schlaflosigkeit, Übelkeit, Herzrasen und -stolpern, Magen-Darm-Probleme und Verdauungsstörungen, Atemnot oder ein allgemeines Schwächegefühl auf das Wohlbefinden aus. Flankierend sind es Ängste, depressive Verstimmungen, mangelnde Konzentration oder Gedankenflucht, Libidoverlust oder gar Suizidgedanken, die die Lebensqualität eines Betroffenen verheerend beeinflussen können.
Wer an einem Burnout erkrankt ist, benötigt Hilfe, um diesem quälenden Zustand zu entkommen.
Im Mittelpunkt einer solchen Zusammenarbeit, steht das reflektierende Gespräch, in dem einerseits die individuellen Ursachen für die Erkrankung aufgedeckt werden, andererseits zugleich Methoden erlernt werden, die geeignet sind, sich stresslindernd auf die Situation auszuwirken:
Zum Beispiel spezielle Atem- und Entspannungstechniken, Phantasiereisen oder ein konstruktives Zeitmanagement.
Da die Ursachen für die Entwicklung eines Burnout-Syndroms immer auch unmittelbar mit der innerpsychischen Verfassung eines Betroffenen zusammenhängen, unterstützt die Burnout-Beraterin (bzw. der Burnout-Berater) den Betroffenen, die eigene "verschüttete" Kreativität und Gelassenheit wiederzufinden, um diese der jeweils individuellen Symptomatik ausgleichend gegenüberzustellen. Außerdem werden die gewohnten Verhaltens- und Denkmuster reflektiert, so dass es zu einer änderung von inneren Haltungen kommt, wodurch wiederum der von den Stressoren ausgeübte Druck gelindert werden kann.
Neben dieser Sinnfrage, die - sofern zutreffend - eine Beschäftigung mit religiösen oder philosophischen Themen nach sich ziehen würde, können je nach Interesse und Affinität auch begleitende Themen wie beispielsweise Kunst, Literatur, Träume, Biographie, Intuition, Kreativität, Reinkarnation, Psychologie oder Psychosomatik aufgegriffen werden.
Die Betroffenen können mit meiner Unterstützung eine Art "Selbstpflegeplan" erstellen, für den die Bausteine individuell zusammengestellt werden. Mithilfe dieses Plans sind sie in der Lage, sich selbst in ihrem Alltag zu helfen und ihren eigenen Teil dazu beizutragen, dass die Lebensfreude und -kraft wieder hergestellt und der Teufelskreis der Burnout-Erkrankung durchbrochen werden kann.
Der Weg, der beschritten wird, ist immer und in allen Fällen ein individueller Weg, der vom Betroffenen selbst gestaltet und mit meiner Unterstützung und Begleitung gegangen werden kann.
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